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In diesem Jahr können die Sternsinger ihren Segen nicht in gewohnter Weise zu den Menschen bringen. Dennoch kommt der Segen auf anderen Wegen zu allen Menschen, die sich nach ihm sehnen.

Sie sind herzlich eingeladen, in unseren Kirchen Aufkleber mitzunehmen, auf welchen der Segensspruch 20*C+M+B+21 geschrieben steht - diese Aufkleber wurden von Pfr. Kowalski in den Gottesdiensten um das Fest der Erscheinung des Herrn gesegnet. Wenn Sie diesen Segen an Ihrer Tür befestigen, können Sie gemeinsam diese kurze Segensfeier begehen - sie finden den Text zum Herunterladen und Ausdrucken auch HIER.

SEGENSFEIER

Alle sprechen gemeinsam:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Alle machen das Kreuzzeichen.

Ein Familienmitglied liest vor:
Als Jesus in Betlehem geboren wurde, leuchtete ein heller Stern über der Krippe. Diesem Stern waren drei Weise gefolgt; man nennt sie auch die
Heiligen Drei Könige. Sie sahen das Jesuskind und freuten sich sehr. Sie brachten ihm Geschenke und kehrten in ihre Heimatländer zurück. Dort erzählten sie allen die frohe Botschaft: „Jesus, der Sohn Gottes ist geboren!“

In den Ostkirchen wird das Fest der „Erscheinung des Herrn“, die wir am 6. Januar feiern, als „Feier der glanzvollen Offenbarung der Königswürde Christi“ begangen. Diese Bezeichnung bringt sehr treffend zum Ausdruck, worin der wahre Gehalt dieses Festtags liegt: Die drei Weisen haben erkannt, dass es sich bei dem neugeborenen Kind nicht um irgendjemanden, sondern um einen wahren König handelt - ein König, der nicht prunkvoll und erhöht im Palast, sondern ganz nah bei uns, ja, in unseren Herzen wohnt und auch uns auch in den finsteren Stunden unseres Lebens begleitet.

Im Matthäusevangelium lesen wir:
Du, Betlehem im Gebiet von Juda,
bist keineswegs die unbedeutendste
unter den führenden Städten von Juda;
denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen,
der Hirt meines Volkes Israel.
(...)
Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen,
zog vor ihnen her. Als die drei Weisen den Stern sahen,
wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.
(Mt 2,6.9.10)

Lassen wir uns noch einmal von dieser weihnachtlichen Freude anstecken. Wie der Stern die Weisen in die unscheinbare Stadt Betlehem geführt hat, so soll uns die Weihnachtsfreude durch dieses Jahr hindurch begleiten und uns auch dann berühren, wenn wir es am wenigsten erwarten.

Von dieser besonderen Freude künden die Sternsinger, die sich wie die drei Weisen als Könige kleiden. Sie bringen den Segen von der Krippe mit den Worten „Christus mansionem benedicat“. Das ist Latein und heißt auf deutsch: „Christus segne dieses Haus“.

Ein Familienmitglied befestigt den Segensaufkleber an der Tür und spricht:
20*C+M+B+21 steht an unserer Tür geschrieben, das heißt: Christus segne unser Haus! Diesen Segen der Sternsinger werden wir durch das ganze Jahr sehen, wenn wir heimkommen. Jesus, wir danken dir. Dein Segen zeigt uns, dass du es gut mit uns meinst und uns schützen möchtest.

Alle beten gemeinsam:
Gütiger Gott, du bist allen Menschen nah. Du lässt uns nicht allein, du kennst unsere Sorgen. Wir danken dir für alles, was du uns schenkst. Wir bitten dich um deinen Segen für uns und unsere Wohnung/unser Haus und für alle, mit denen wir im Herzen verbunden sind.
So segne uns und diese Wohnung/dieses Haus der dereinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Die Sternsinger der Pfarreiengemeinschaft "Am Engelberg" wünschen Ihnen alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen im neuen Jahr!

 

Bitte klicken Sie auf das Bild, um das Video zu starten!

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Auch, wenn sie der aktuellen Situation geschuldet heuer nicht persönlich bei Ihnen vorbeikommen können, wünschen Ihnen die Sternsinger aus Rüdenau auf diesem Weg alles Gute und Gottes Segen im neuen Jahr!

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

einen „guten Beschluss“ wünschen wir einander in den Tagen vor Neujahr. Das Vergangene vergangen sein lassen, nicht länger zurück-, sondern nach vorne blicken und mit dem, was gewesen ist, abschließen: Wer sehnt sich danach nicht? Mit den Worten „guter Beschluss“ implizieren wir schließlich genau das: Es ist die Zeit gekommen, um das Jahr zu beschließen und das Kapitel 2020 zu beenden. Vielleicht wagen wir es noch, ein letztes Mal über das zu reflektieren, was uns die zurückliegenden Tage und Monate gebracht und was sie mit uns gemacht haben, ehe wir die Tür hinter uns zuziehen und den Schlüssel im Schloss umdrehen: Abgeschlossen! Ein prüfender Ruck zeigt: Die Tür ist fest verriegelt, es gibt kein Durchkommen mehr. All das, was auf der anderen Seite liegt, kann uns nicht mehr erreichen, uns nicht mehr berühren und uns nicht mehr bewegen - es ist weggesperrt, isoliert in der Vergangenheit.

Liebe Leserinnen, liebe Leser: Diese metaphorisch anmutenden Ausführungen lassen Sie gewiss aufmerken. Ist es denn wirklich möglich, auf diese Art und Weise mit dem zurückliegenden Jahr abzuschließen? Ist der „gute Beschluss“, den wir einander wünschen, in der Realität überhaupt umsetzbar? Die Antwort auf diese Fragen liegt auf der Hand: Nein. Nein, so wohlklingend diese Vorstellung auch sein mag - 2020 hat seine Spuren in unsere Herzen eingebrannt und es ist schlicht nicht möglich, diese wieder auszulöschen. Doch unser Glaube hilft uns, mit dem, was uns im vergangenen Jahr gezeichnet hat, was uns widerfahren ist und womit wir vielleicht noch zu kämpfen haben, umzugehen.

Aus den Worten des Propheten Jesaja dürfen wir Kraft schöpfen und erfahren, wie wir uns von Gott durch diesen Jahreswechsel getragen wissen dürfen:

Doch ich sage euch: Denkt nicht mehr an das, was früher war! Bleibt nicht bei der Vergangenheit stehen! Schaut nach vorne, denn ich will etwas Neues tun! Es hat schon begonnen, habt ihr es noch nicht gemerkt? Durch die Wüste will ich eine Straße bauen, Flüsse sollen in der öden Gegend fließen. […] Ich sorge dafür, dass mein geliebtes Volk auf seinem Weg genug zu trinken hat. (Jes 43, 18-20 HfA)

„Schaut nach vorne!“ - von dieser Devise sollten wir uns leiten lassen. Zuversichtlich dürfen wir in die Zukunft blicken - und dies im festen Vertrauen darauf tun, dass Gott uns begleiten wird bei alldem, was dort auf uns wartet. „Es hat schon begonnen, habt ihr es noch nicht gemerkt?“ - diese Frage, man mag sie nahezu als rhetorisch bezeichnen, fordert uns dazu heraus, unser Glaubensbild auf den Prüfstand zu stellen: Verorten wir das Wirken Gottes in der Endzeit, interpretieren wir die Heilsbotschaft als bloße Vision, als eschatologische Dimension, die uns am „jüngsten Tag“, aber gewiss nicht im Hier und Jetzt betreffen wird? Haben wir es noch nicht gemerkt? An Weihnachten, dem Fest der Menschwerdung Gottes in der Person Jesu wurde uns offenbar, wie nah Gott uns ist - schließlich wurde er wahrlich einer von uns und hat unser Leben mit all seinen Höhen und Tiefen erfahren - daher ist uns eines gewiss: Ganz gleich, auf welchen Wegen wir gehen und gehen werden - Gott geht mit. Das ist unser Glaube, mehr noch, unsere Gewissheit, auch für das neue Jahr.

Liebe Leserinnen, liebe Leser: Blicken wir vor dem Horizont dieses unseres Glaubens zurück auf die Erfahrungen, die uns das vergangene Jahr geschenkt hat. Betrachten wir die Dunkelheiten, die Zeiten, die uns zu schaffen gemacht und mit denen wir noch immer nicht abgeschlossen haben, nicht als Momente der Gottverlassenheit, sondern als Phasen, die uns nur noch stärker in unserer Hoffnung haben werden lassen, als Prozesse des Wachstums in uns selbst ebenso wie in unserer Beziehung zu Gott. Und tun wir dies im festen Vertrauen darauf, dass er uns besonders in ebenjenen Augenblicken unseres Lebens nahe ist und an alldem, was uns widerfährt, mitträgt - ganz so, wie er es auch im neuen Jahr wieder tun wird. „Bleibt nicht bei der Vergangenheit stehen!“ - legen wir all die Lasten der zurückliegenden Monate in seine Hände, werfen wir den Ballast ab, der uns davon abhält, uns auf den Weg zu machen - auf den Weg in eine neue Zeit, „eine neue Welt, in der ein Glaube uns zusammenhält“, wie wir es in einem Lied singen: Eine Zeit, in der wir uns verbunden wissen dürfen mit Gott und untereinander.

Liebe Leserinnen, liebe Leser: In diesen Beziehungen und besonders in jener zu Gott finden wir Halt für die Herausforderungen des neuen Jahres. Er, der „durch die Wüste eine Straße bauen will“, stärkt uns für das, was in 2021 auf uns wartet - und was auch immer das sein mag: Wir werden damit nicht alleine gelassen. Gott selbst wird uns begleiten - er wird für uns da sein. Gottes Heil ist schon heute mitten unter uns - Es hat schon begonnen, habt ihr es noch nicht gemerkt?

Der Herr sagte zu Mose: „Wenn Aaron und seine Söhne den Leuten von Israel den Segen erteilen, sollen sie sprechen: Der Herr segne euch und beschütze euch! Der Herr blicke euch freundlich an und schenke euch seine Liebe! Der Herr wende euch sein Angesicht zu und gebe euch Glück und Frieden! Mit diesen Worten sollen sie den Leuten von Israel die Segenskraft meines Namens zusprechen. Dann werde ich mein Volk Israel segnen." (Num 6, 22–27)

Mit diesen Worten, welche der Lesung aus dem Buch Numeri, die wir am Neujahrstag hören, entnommen sind, wünsche ich Ihnen allen von Herzen ein gesundes und glückliches Jahr 2021. Vertrauen wir darauf, dass Gott uns ein treuer Begleiter durch die kommende Zeit sein wird - er, der seinen Sohn Jesus Christus in unsere gewiss nicht heile Welt geschickt hat, der Mensch geworden ist wie wir und der unser Leid, unsere Sorgen und Nöte mitgetragen hat und auch jetzt noch mitträgt. Gehen wir also erfüllt von dieser Gewissheit ins neue Jahr: Er, Gott, geht mit.

Ihnen und Ihre Familien alles Gute!

Ihr Jakob Link 

Infolge der geltenden Ausgangsbeschränkungen kann die Sternsingeraktion um den Dreikönigstag am 6. Januar in den Pfarreien der Pfarreiengemeinschaft "Am Engelberg" leider nicht wie geplant und aus den Vorjahren bekannt stattfinden.

Konkret bedeutet dies, dass die gewohnten Haustürbesuche der Sternsinger heuer entfallen müssen. Ferner lassen es die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht zu, dass Segenswünsche oder -aufkleber verteilt werden, selbst dann nicht, wenn dies kontaktlos erfolgt, daher muss das für die Pfarrei Großheubach angekündigte Angebot des Segensspruch-Anschreibens ebenfalls zurückgenommen werden. 

Die Verantwortlichen in den einzelnen Pfarreien arbeiten bereits an alternativen Konzepten. Auf unserer Internetseite werden Sie ab dem Dreikönigstag Anregungen und (Video-)Impulse, auch für eine Dreikönigs-Andacht mit Segensgebet im Familienkreis, finden. Wir laden Sie herzlich ein, diese Angebote wahrzunehmen. 

Besonders freuen wir uns, wenn Sie die Projekte der Sternsinger, welche heuer unter dem Motto „Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“ stehen, mit Ihrer Spende unterstützen. Auch hierzu finden Sie zu gegebener Zeit weitere Informationen auf unserer Internetseite.

Auch, wenn wir Ihnen diese Worte heuer nicht persönlich aussprechen können, so wünschen wir Ihnen ein friedvolles, gesundes und frohes Jahr 2021 – möge der Segen Gottes Sie begleiten!

Ihre Sternsinger aus Großheubach, Kleinheubach, Laudenbach und Rüdenau

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser:

"Seid bereit!" - mit diesen Worten stimmt uns ein bekanntes Adventslied auf das Weihnachtsfest ein - jedenfalls soll es das. Doch gerade in diesen Tagen stellt sich angesichts immer tiefgreifenderer Einschränkungen, durch die viel Bewährtes wegbricht und welche die Tage des Advents zu einer entbehrungsreichen Zeit werden lassen, die Frage, wofür es sich eigentlich noch lohnt, bereit zu sein. Bereit sein für noch mehr schlechte Nachrichten? Bereit sein für weiteren Verzicht? Bereit sein für die endgültige Absage des Weihnachtsfests? All das sind wahrlich keine erstrebenswerten Vorstellungen und noch weniger etwas, für das es sich lohnt, bereit zu sein. Welcher tiefere Sinn verbirgt sich also in der Adventszeit? Eine Antwort hierauf mag die etymologische Definition des Wortes "Advent" liefern: Advent bedeutet Ankunft. Ankunft heißt, am Ziel zu sein. Wer am Ziel ist, hat einen Weg zurückgelegt - und wer einen Weg zurückgelegt hat, ist gezeichnet. 

Liebe Leserinnen, liebe Leser: Diese Worte mögen etwas pathetisch klingen, aber sie fassen doch gut zusammen, worin der besondere Schatz und zugleich das große Potenzial des Advents liegen. In diesen Tagen bereiten wir uns auf die Ankunft vor, eine Ankunft, die wir in zweierlei Dimension erfahren: Als Ankunft Jesu Christi in unserer Welt, als Menschwerdung Gottes und damit als Höhepunkt der Beziehung zwischen Gott und Mensch, aber auch als Ankunft in uns selbst, ja, man mag es schon als eine Art Selbstfindungsprozess bezeichnen, der im Advent in jedem von uns stattfindet. Doch werden wir in dieser besonderen Adventszeit wirklich ankommen? Neigen wir nicht dazu, angesichts der Dunkelheiten unseres Alltags den Blick auf das uns entgegenscheinende Licht der Weihnacht zu verlieren? Werden wir diesen Widrigkeiten zum Trotz das Ziel erreichen - oder bleiben wir auf der Strecke?

"Tauet, ihr Himmel, von oben! Ihr Wolken, regnet herab den Gerechten! Tu dich auf, o Erde, und sprosse den Heiland hervor!" - Die Worte des Eröffnungsverses am Vierten Adventssonntag lassen keine Zweifel. Die Zeit des Heils, die Zeit, zu welcher der Heiland, der Heilsbringer ankommen wird, steht unmittelbar bevor. Die theatralisch anmutende Darstellung dieser Ankunft lässt erahnen, dass uns das, was an Weihnachten geschieht, nicht kalt lassen wird - im Gegenteil: Die Weihnachtsbotschaft trifft uns mitten in unserem Leben. Sie trifft uns in den alltäglichsten Situationen. Sie lässt uns aufschrecken. Sie berührt uns inmitten der Dunkelheit. Sie ergreift uns, auch, wenn wir nicht mit ihr rechnen. Sind wir bereit?

So spricht euer Gott: „Tröstet, ja, tröstet mein Volk!

Ermutigt die Einwohner Jerusalems! Ruft ihnen zu: Nun habt ihr genug gelitten! [...] Die schreckliche Zeit ist vorbei! Eure Schuld ist beglichen.“

Hört! Jemand ruft: „Bahnt dem Herrn einen Weg durch die Wüste! Baut eine Straße durch die Steppe für unseren Gott! Jedes Tal soll aufgefüllt, jeder Berg und Hügel abgetragen werden. Alles Unebene soll eben werden und alles Hügelige flach.

Denn der Herr wird kommen in seiner ganzen Herrlichkeit. Alle Welt wird ihn sehen, so hat er selbst es angekündigt. (Jes 40,1-5 HfA)

Liebe Leserinnen, liebe Leser: „Frohe Weihnachten“ - diese Worte sind mehr als nur ein schlichter Gruß, den wir in den kommenden Tagen wieder einander zusprechen werden - in ihnen scheint noch mehr zu stecken. Die Weihnachtsbotschaft erschließt weitaus tiefere Dimensionen als die bloße Tatsache, dass in einem Stall zu Bethlehem ein Kind geboren wurde - die Weihnachtsbotschaft unterbricht das, was bisher war, und das tut sie auf eine ganz unmittelbare und mitunter unerwartete Weise: Sie fordert heraus und ist gleichsam ein Initiationsmoment, sie ist Zündstoff für Veränderung.

In den Worten des Propheten Jesaja erfahren wir erste Andeutungen für den besonderen Schatz, an welchem ebendiese Weihnachtsbotschaft uns teilhaben lässt: „Tröstet, ja, tröstet mein Volk! Ermutigt die Einwohner Jerusalems! Ruft ihnen zu: Nun habt ihr genug gelitten! Die schreckliche Zeit ist vorbei!“.  Jesaja schreibt nicht, dass Weihnachten kein Fest der Geschenke wäre - im Gegenteil: Wir werden an Weihnachten noch reicher beschenkt, als wir es uns je erdenken könnten: „Nun habt ihr genug gelitten! Die schreckliche Zeit ist vorbei!“ - ist das nicht das größte und kostbarste Geschenk, das uns vorstellen können? In der Menschwerdung seines Sohnes, in dem, was sich in jenem Stall zu Bethlehem ereignet hat, erfüllt sich Gottes Heilszusage an uns: Er schickt seinen Sohn mitten in eine Welt, die von Leid, Krisen und Konflikten geprägt ist, in eine Welt, die gewiss alles andere als heil ist. Und er tut das aus Liebe. Aus Liebe zu den Menschen - aus Liebe zu uns. Jesus Christus ist die menschgewordene Liebe Gottes, er ist derjenige, der von Gott gesandt wurde, um unser menschliches Leid, unsere menschlichen Nöte mitzutragen - er ist der, der die Dunkelheiten unseres Lebens ein für alle Mal besiegt hat - und mit dessen Hilfe auch wir sie besiegen können. Dieses Geschenk, das von Gott kommt, ist eines, für welches es sich wirklich lohnt, bereit zu sein. 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, doch damit noch nicht genug der Geschenke: Das Potenzial der Weihnachtsbotschaft scheint derart groß zu sein, dass sie selbst dazu imstande ist, die engen Fesseln, die uns in unserem Leben so manches Mal fest umschließen, zu sprengen. Als ein sehr eindrucksvolles Beispiel hierfür kommt mir der Weihnachtsfrieden am 24. Dezember des Jahres 1914, also inmitten des ersten Weltkrieges in den Sinn. In die Kälte des Gefechts, in die tiefsten Dunkelheiten menschlicher Erfahrungen dringt die Weihnachtsbotschaft ein und knüpft ein Band der Verbundenheit, wo zuvor Trennung und Gewalt herrschten. Kronprinz Wilhelm fasst die Geschehnisse pointiert zusammen: „Mitten im bitteren Ernst des heimtückischen Grabenkrieges hat die Weihnachtsbotschaft ein Wunder gewirkt und von Mensch zu Mensch eine Brücke geschlagen.“ - Auch wir dürfen an diesem Wunder teilhaben: Weihnachten verbindet! Die frohe Kunde von der Menschwerdung Jesu Christi führt die Menschen nicht nur mit Gott zusammen, vielmehr noch: Weihnachten verbindet die Menschen untereinander - es verbindet über alle Grenzen hinweg, es durchbricht die Dunkelheit unseres Alltags. Selbst die tiefsten Finsternisse können der Strahlkraft des Weihnachtswunders nicht standhalten.

Liebe Leserinnen, liebe Leser: "the true spirit of christmas lies in your heart" - der wahre Geist der Weihnacht liegt in unseren Herzen. Es waren Hirten und damit eine in der damaligen Zeit wahrlich nicht hoch angesehene Bevölkerungsgruppe, welche zuerst die frohe Kunde von der Geburt Jesu erreichte. Es waren Soldaten, die das verbindende Potenzial der Weihnachtsbotschaft inmitten der Kälte des Krieges erfuhren. Weihnachten bedarf keiner großen Inszenierung, denn Weihnachten findet in unseren Herzen statt. Auch, wenn wir dieses Fest heuer nicht so begehen können, wie wir es gewohnt sind: Weihnachten fällt nicht aus. 

So wollen wir uns in diesem Jahr ganz besonders berühren lassen vom Geheimnis der Weihnacht: Dem Geheimnis, das uns alle verbindet - mit Gott und untereinander. Dem Geheimnis, das alle Grenzen, alle Entfernungen überwindet. Dem Geheimnis, das uns spüren lässt, wie sehr Gott uns liebt. Dem Geheimnis, das uns dann trifft, wenn wir es am wenigsten erwarten. Dem Geheimnis, das uns mit Wärme erfüllt, wenn uns Ängste und Sorgen die Kälte dieser Welt spüren lassen. Das Geheimnis, das unseren Weg erleuchtet, wenn wir uns in den Dunkelheiten dieses Lebens verirrt haben und keinen Ausweg mehr sehen. Das Geheimnis, das uns stärkt für all die Herausforderungen, die noch vor uns liegen. Das Geheimnis, das uns die Gewissheit gibt, von Gott geliebt zu sein. Das Geheimnis, dass wir glauben dürfen - nicht zuletzt auch an uns selbst. 

Wollen wir also bereit sein. Bereit für Weihnachten, bereit für das Wunder, an dem Gott uns teilhaben lässt.

Liebe Leserinnen, liebe Leser: Die Welt ist nicht heil, aber sie gibt uns immer wieder einen neuen Anfang - Weihnachten ist ein solcher Anfang.

Mit diesen Worten wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest, besinnliche Feiertage und die Freude über diese einzigartige Botschaft im Herzen!

Ihr Jakob Link 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

"Die Hoffnung stirbt zuletzt!" - dieses Sprichwort ist Ihnen sicher geläufig und vielleicht haben Sie sich - gerade in der aktuellen Zeit - auf die Bedeutung dieser Worte besonnen oder Ihren Mitmenschen damit Mut zugesprochen. „Die Hoffnung stirbt zuletzt!“ - schließlich ist es im Grunde  eine durchaus trostreiche Vorstellung, dass es etwas gibt, woran wir festhalten können, etwas, das uns durch diese Zeiten hindurch begleitet. Und an diesem etwas, das wir landläufig Hoffnung nennen, können wir festhalten - denn auch, wenn alles andere schon vergangen ist, gibt es sie noch, die Hoffnung, diese Quelle der Zuversicht und des mutigen Vorausschauens.  Aber, und so impliziert das Sprichwort, handelt es sich bei ebendieser um eine Quelle, die irgendwann einmal versiegen wird. „Die Hoffnung stirbt zuletzt - aber sie stirbt“, dieser Vorbehalt lässt sich aus dem Sprichwort ableiten. Es bleibt uns daher offenbar nur zu warten. Abzuwarten. Und zu erwarten: Den Tag erwarten, an dem unsere Sehnsucht, unsere Hoffnung erfüllt wird. Oder eben den Tag, an dem sie stirbt.

"Seid bereit!" - so mahnt uns ein Lied, welches wir in diesen Tagen der inneren Vorbereitung und zugleich des Wartens auf das Weihnachtsfest gerne singen. Bereit sein. Wofür lohnt es sich in diesem Jahr denn eigentlich, bereit zu sein? Für neue Einschränkungen? Für noch mehr Absagen? Für Enttäuschungen? In einem Jahr, in dem so vieles anders ist, als wir es gewohnt sind und wir uns eigentlich nur noch wünschen, dass das alles ein schnelles Ende findet, in einem solchen Jahr sollen wir bereit sein, sollen wir warten.  Langes Warten muss aber nicht Leerlauf bedeuten. Vielleicht ist es die notwenige Vorbereitungszeit auf eine wichtige Veränderung. Vielleicht muss ich geduldig abwarten. Vielleicht eröffnen sich mir durch das Warten neue Horizonte, neue Perspektiven - und vielleicht schenkt mir das Warten neue Hoffnung. 

Liebe Leserinnen, liebe Leser: Lohnt es sich in diesen Tagen noch, zu hoffen? Bringen enttäuschte Hoffnungen nur noch mehr Verzweiflung? Und vor allem: Worauf können wir hoffen? Diese Fragen betreffen keineswegs ausschließlich uns in der heutigen Zeit, vielmehr finden wir diese existenziellen Lebensfragen bereits in den Schriften des Neuen Testaments. Auf pointierte Art und Weise lassen uns die Worte des Apostels Paulus im Römerbrief erfahren, wie es um die Hoffnung wirklich bestellt ist: 

Nachdem wir nun aufgrund des Glaubens bei Gott angenommen sind, haben wir Frieden mit Gott. Das verdanken wir Jesus Christus, unserem Herrn.

Er hat uns die Tür zu diesem neuen Leben geöffnet. Im Vertrauen haben wir dieses Geschenk angenommen, auf das wir uns jetzt gründen. Und mehr noch: Wir werden einmal an Gottes Herrlichkeit teilhaben. Diese Hoffnung erfüllt uns mit Freude und Stolz.

Doch nicht nur darüber freuen wir uns; wir freuen uns auch über die Nöte, die wir jetzt durchmachen. Denn wir wissen, dass Not uns lehrt durchzuhalten, und wer gelernt hat durchzuhalten, ist bewährt, und bewährt zu sein festigt die Hoffnung. Und in unserer Hoffnung werden wir nicht enttäuscht. Denn Gott hat uns den Heiligen Geist gegeben und hat unser Herz durch ihn mit der Gewissheit erfüllt, dass er uns liebt. (Röm 5,1-5 NGÜ)

"Wir freuen uns über die Nöte, die wir jetzt durchmachen" - diese Worte lassen uns aufmerken und stellen gleichzeitig unser Gottesbild vor eine Herausforderung: Der Apostel Paulus verschweigt keineswegs, dass das Leben nicht nur aus Sonnenschein besteht - er spricht die Nöte, die wir zu durchleben haben, bewusst an und macht deutlich, dass kein Weg daran vorbeiführt, diese durchzustehen. Ein Kinderglaube an einen "lieben Gott", mit dem es kein Leid, keine Nöte und keine Dunkelheiten gibt, scheint diesen Worten nur schwer standhalten zu können. Wie lassen sich nun also die Ausführungen des Paulus mit dem vereinbaren, den wir Gott nennen? Die folgenden Verse liefern uns hierzu Antworten: "Denn wir wissen, dass Not uns lehrt durchzuhalten, und wer gelernt hat durchzuhalten, ist bewährt, und bewährt zu sein festigt die Hoffnung" - es liegt an uns, die Nöte unseres Alltags, die Sorgen, Ängste, Krisen und Konflikte, die uns allesamt nicht erspart bleiben, nicht als unliebsame Begleiterscheinungen unseres menschlichen Daseins, sondern vielmehr als eine Herausforderung, als eine Chance wahrzunehmen - eine Chance zur Weiterentwicklung, zum inneren Wachstum und schließlich auch zur Stärkung unserer Gottesbeziehung, woraus wir am Ende eines schöpfen dürfen: Hoffnung. 

"Denn Gott hat uns den Heiligen Geist gegeben und hat unser Herz durch ihn mit der Gewissheit erfüllt, dass er uns liebt" - mit diesen Worten bringt Paulus pointiert zum Ausdruck, wovon wir uns in den schweren Zeiten unseres Lebens getragen wissen dürfen: Seine Liebe ist es, die Gott uns allen zugesagt hat und in der wir geborgen sind. Was auch immer uns in unserem Leben widerfährt: Dieses Band der Liebe reißt nicht ab, das Licht seiner Liebe ist heller als das Dunkel unserer Zeit. "Und in unserer Hoffnung werden wir nicht enttäuscht" - Paulus hat keine Zweifel: Es könnte nicht nur sein, dass wir nicht enttäuscht werden, nein, darin ist er sich sicher: Wir werden nicht enttäuscht. Unsere Hoffnung wird nicht vergebens sein. Unsere Hoffnung wird nicht sterben - auch nicht zuletzt. Gott liebt uns, Gott begleitet uns und er stärkt uns. Aus dem Glauben an seine Nähe in unserem Leben dürfen wir Kraft und Zuversicht schöpfen - mit ihm an unserer Seite müssen wir uns auch vor den Nöten unserer Zeit nicht fürchten: Denn gemeinsam mit ihm sind wir stark! Er wird uns retten, schon im Hier und Jetzt ist er für uns da, wann immer wir seiner helfenden Hand bedürfen. Und ganz so, wie auf jede Nacht ein neuer Morgen folgt, so werden auch die Nöte, von denen Paulus schreibt, nicht das Ende sein - denn Gottes Plan für uns hat ein anderes Ziel: Die Freude. 

Liebe Leserinnen, liebe Leser: Die Nöte, die wir in unserem Leben durchmachen müssen, sind keine gottlosen Zeiten - nein, sie bieten uns die Chance, zu wachsen. Zu wachsen in der Hoffnung auf Gott, aber auch zu wachsen im Glauben an uns selbst. Das Durchleben von Nöten hilft uns, uns zu bewähren. Tiefe Wurzeln zu schlagen, auf dass uns so leicht nichts mehr aus der Bahn werfen kann. Vor allem aber lässt es uns standhaft werden in der Hoffnung - in der Hoffnung auf Gott, der uns hoffen lässt. In dieser Hoffnung werden wir nicht enttäuscht - denn die Hoffnung stirbt nicht zuletzt, nein, die Hoffnung stirbt nie. 

Ihnen allen wünsche ich weiterhin hoffnungsvolle und zuversichtliche Adventstage.

Ihr 

Jakob Link 

Um den besonderen Anforderungen der diözesanen Rahmenbedingungen für öffentliche Gottesdienste in Zeiten der Corona-Pandemie und dem zu erwartenden hohen Besucheraufkommen bei den Gottesdiensten an den Weihnachtstagen gerecht zu werden, findet für einige Gottesdienste in der Pfarreiengemeinschaft "Am Engelberg" im Zeitraum vom 24.12.2020 bis 06.01.2021 ein Anmeldeverfahren statt. Ohne vorherige Anmeldung kann eine Teilnahme an den Gottesdiensten nicht garantiert werden. Bitte melden Sie sich möglichst zeitnah an.

ACHTUNG! Aufgrund der Ausgangssperre ab 21 Uhr, von welcher auch der Besuch eines Gottesdienstes nicht befreit, kommt es zu Änderungen bei den Christmetten! Sobald die neuen Uhrzeiten feststehen, informieren wir Sie auf dieser Seite.

Wie genau Sie sich für die Gottesdienste in Ihrer Pfarrei anmelden können, entnehmen Sie bitte dem folgenden Abschnitt: 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser: 

"Vorhersagen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen" - vielleicht kommt Ihnen dieses Zitat, welches den verschiedensten Persönlichkeiten zugeschrieben wird, bekannt vor. Ganz gleich, wie intensiv Sie sich mit diesen Worten bereits auseinandergesetzt haben, werden Sie feststellen, dass sie einen hohen Wahrheitsgehalt in sich tragen - und gerade in diesen Tagen gleichsam eine Herausforderung für uns darstellen. Wünschen wir uns nicht alle, in die Zukunft sehen zu können? Zu wissen, was uns auf unserem Lebensweg noch widerfahren wird? An welchen Steinen wir anecken, aber auch welche neuen Wege sich uns auftun werden? Welche Krisen es zu überstehen gilt und welche Freudenzeiten uns erwarten? Gerade in diesen turbulenten Tagen ersehnen wir nichts sehnlicher als ein Licht am Ende des Tunnels, einen Ausweg aus der Dunkelheit, ein Hoffnungszeichen. "Vorhersagen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen" - diese Worte machen uns dabei zu schaffen. Es gibt keinen "Fahrplan" für unser Leben, keine Prognose für kommende Erfahrungen und oftmals - so scheint es - auch keine Perspektive. Zumindest noch nicht. Und nicht auf eine Art und Weise, die uns offensichtlich ist.

"Nicht mehr weit! Nicht mehr weit!", so singen wir in einem bekannten Adventslied. Nicht mehr weit ist es weg, das Kind in der Krippe, das uns befreit. Diese Worte machen Hoffnung wider aller Verzweiflung, wider aller Ausweglosigkeit. Verhält es sich mit der Zukunft etwa doch nicht so, wie zunächst angenommen? Gibt es nicht vielleicht doch etwas, das uns in die Zukunft blicken und zumindest erahnen lässt, was auf uns zukommt? Liebe Leserinnen, liebe Leser, um diese Frage zu beantworten, möchte ich einige Verse aus dem Markusevangelium mit Ihnen teilen: 

Eines Abends sagte Jesus zu seinen Jüngern: «Kommt, wir wollen ans andere Ufer des Sees übersetzen!» Sie schickten die Menschen weg und ruderten mit dem Boot, in dem Jesus saß, auf den See hinaus. Einige andere Boote folgten ihnen. Da brach ein gewaltiger Sturm los. Hohe Wellen schlugen ins Boot, es lief voll Wasser und drohte zu sinken. Jesus aber schlief hinten im Boot auf einem Kissen. Da rüttelten ihn die Jünger wach und schrien voller Angst: „Herr, wir gehen unter! Merkst du das nicht?“

Sofort stand Jesus auf, bedrohte den Wind und rief in das Toben der See: „Sei still! Schweige!“ Da legte sich der Sturm, und tiefe Stille breitete sich aus. „Warum hattet ihr solche Angst?“ fragte Jesus seine Jünger, „habt ihr denn gar kein Vertrauen zu mir?“ Voller Entsetzen flüsterten die Jünger einander zu: „Was ist das für ein Mann! Selbst Wind und Wellen gehorchen ihm!“ (Mk 4,35-41 HfA) 

Was ist das für ein Mann! Selbst Wind und Wellen gehorchen ihm!“ - diese Worte aus dem Markusevangelium bringen es in prägnanter Form auf den Punkt: Wie unfassbar ist dieser Jesus? Er beruhigt den Sturm und glättet die Wogen des Meeres, damit die Jünger sicher ans andere Ufer kommen - und er ist sofort zur Stelle, wenn seine Hilfe gebraucht wird. Doch nicht nur das: Er fordert uns gleichsam heraus: „Warum hattet ihr solche Angst?“ fragte Jesus, „habt ihr denn gar kein Vertrauen zu mir?“.

Liebe Leserinnen, liebe Leser: Dieser Ausschnitt aus dem Markusevangelium vermittelt uns eine zentrale und heute ebenso wie für die Zukunft besonders relevante Botschaft unseres Glaubens: Mit Vertrauen können wir unsere Angst überwinden. Gleicht nicht auch unser Leben einem Boot, welches auf offenem Meer unterwegs ist und nicht selten zum Spielball der Elemente wird? Erleben nicht auch wir tagtäglich Stürme, Krisen, in denen wir zu versinken drohen? Machen uns Sorgen, Zweifel und schließlich auch Ängste so sehr zu schaffen, dass wir vom Kurs abkommen und den Blick auf unser Ziel, das rettende Ufer, verlieren? Fühlen wir uns dieser Welt nicht gelegentlich ebenso ausgeliefert wie die Jünger den tosenden Wogen, die ihr Boot beinahe kentern lassen? 

Mitten in diese Not hinein tritt Jesus: Er beruhigt den Sturm und lässt das Unwetter verschwinden. Er sorgt dafür, dass die Jünger sicher ans Ziel kommen. Er ist zur Stelle, wenn seine Hilfe gebraucht wird. Hier zeigt sich eine bedeutende Dimension unseres Glaubens, die leider oft in den Hintergrund gedrängt wird: "Erlösung", Befreiung und Rettung - sie finden nicht erst im Jenseits statt. Schon im Hier und Jetzt dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott uns nahe ist, dass er uns in unserem Leben und all dem, was uns widerfährt, begleitet. Das göttliche Heil ist keineswegs eine eschatologische Dimension, die erst "am Ende der Zeiten", am "jüngsten Tag" eintritt: Gottes Heilswille berührt uns unmittelbar und inmitten unseres Alltags - schließlich hat Jesus den Jüngern dann geholfen, wenn sie ihn gerufen haben - er hat sie nicht auf später vertröstet, nicht darauf, dass irgendwann, "am Ende" alles gut sein wird - nein, in der Erfahrung von Verzweiflung, Angst und Ausweglosigkeit hat er sie Anteil an seiner Heilskraft haben lassen. 

Liebe Leserinnen, liebe Leser: Gerade in diesen Tagen eines wahrlich bewegten Advents sind wir dazu eingeladen, auf Gottes Nähe zu vertrauen. Darauf zu vertrauen, dass er mit uns in einem Boot sitzt, dass er uns immer sicher ans Ziel bringen wird und nie von unserer Seite weicht. Es gibt nichts, wovor wir uns fürchten müssten. Gott wird die Wogen unseres Lebens glätten und das Meer unserer Zeit beruhigen - er hält unser aller Leben in seinen Händen, er weiß genau, was um und mit uns geschieht und kennt unsere Gedanken und Gefühle. Als seine Kinder, die er aus Liebe geschaffen hat, ist uns eines gewiss: Er ist bei uns. Wir dürfen nicht nur ihm, sondern auch uns selbst vertrauen: Mit Gott in unserem Boot sind wir allen Herausforderungen, vor die uns das Leben stellt, gewachsen. Ganz gleich, wie schwach wir uns manchmal fühlen: Zusammen mit ihm sind wir stark! Und dann, wenn wir an uns selbst zweifeln, ist er es, der uns neuen Mut zuspricht: Du bist gut so, wie du bist! Aus dem Vertrauen zu Gott dürfen wir gleichsam Vertrauen zu uns selbst schöpfen. 

"Populus Sion, ecce Dominus veniet ad salvandas gentes: „Volk von Zion, siehe, der Herr wird kommen, zu retten die Völker", so lauten die ersten Worte des Einzugspsalms am zweiten Adventssonntag - ich wünsche uns allen, dass wir diese Verheißung in unseren Herzen bewahren mögen. Glauben wir daran, dass uns der Glaube an Gott, dessen Begleitung durch die unruhige See dieser Zeit uns gewiss ist, dabei hilft, allen Sorgen und Zweifeln zum Trotz zuversichtlich zu bleiben und darauf zu vertrauen, dass er uns schon heute mit seiner rettenden Heilskraft und Liebe umfängt. Blicken wir also frohen Mutes in die Zukunft, auch, wenn uns Vorhersagen schwierig erscheinen: Für Gott sind sie es nicht. Er wird uns sicher aus der Dunkelheit ins Licht führen - nicht irgendwann, sondern jetzt. Warum haben wir also Angst? Haben wir doch einfach Vertrauen!

Mit den besten Wünschen für eine gesegnete und lichtreiche Adventszeit,

Jakob Link 

 

Liebe Jugendliche der Pfarreiengemeinschaft „Am Engelberg“,

liebe Eltern und Paten,

mit der 8. Klasse sind die Jugendlichen eingeladen, sich auf den Empfang des Firmsakramentes vorzubereiten. Im Dekanat Miltenberg haben wir das gemeinsame Firmkonzept „Glaubensnetz“.

Hier stehen dem Firmling wie auch dem Paten verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung sich inhaltlich auf die Firmung vorzubereiten.

Ein erster Informationsabend für Eltern wie auch eine Auftaktveranstaltung bilden im Herbst hierfür den Startpunkt.

Bedingt durch die anhaltende Situation und die damit verbundenen Hygienevorschriften und Auflagen ist es derzeit nicht möglich, diese ersten Treffen durchzuführen. Ich bitte daher um etwas Geduld und wir werden im Januar über das Amtsblatt informieren und zu den Treffen einladen. Wir sind noch gut im zeitlichen Rahmen, vor daher gilt es nichts zu überstürzen.

Gerne können Sie sich über die Homepage www.glaubensnetz.de  vorab schon informieren.

Gerade jetzt allen viel Kraft, Zuversicht und vor allem Gesundheit.

Dekan Michael Prokschi

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Yolo“ - you only live once - du lebst nur einmal: Das Jugendwort des Jahres 2012, das auch heute noch auf vielen Graffitis zu sehen ist, stellt eine im Grunde sehr einfache Form dar, wie wir mit der Vergänglichkeit des Lebens, die uns am Allerseelentag deutlich vor Augen geführt wird, umgehen können: Nämlich gar nicht. Dass das alles mal vorbei sein wird, wird völlig ausgeblendet. Wir leben im Hier und Jetzt, also wollen wir alles auskosten, was uns das Leben bietet, alles mitnehmen, was es auf dieser Welt zu erleben gibt. Das ist schön und gut, allerdings stoßen wir dabei auf zwei Probleme: Zum ersten wird es wohl kaum möglich sein, wirklich jeden einzelnen Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen und wenn es doch nur dieses eine Leben gibt, dann scheint es ziemlich bedrückend, wenn es eben nicht so klappt, wie wir uns das wünschen. Und zum zweiten: Dieses Leben hat ein Ende. Früher oder später wird alles vorbei sein. Und dann? Ist dann einfach nichts - schließlich leben wir ja nur einmal?

Als Christen müssen wir dieses Lebensmotto „you only live once“ etwas differenzierter betrachten. Denn es gibt nicht nur dieses eine Leben. Wir haben hier auf Erden keine bleibende Heimat, so beschreibt es der Apostel Paulus. Wir sind hier nur auf der Durchreise, auf dem Weg zu einem anderen Leben, einem Leben bei Gott. Das ist unsere Hoffnung und darauf dürfen wir bauen: „Wir glauben an die Auferstehung und das Leben der kommenden Welt“, so beten wir im Großen Glaubensbekenntnis - es gibt mehr als dieses eine Leben, mehr als diese eine Zeit. Würden wir uns dagegen „Du lebst nur einmal“ zu Eigen machen, dann werden wir am Ende feststellen müssen, dass es doch nicht ganz so funktioniert hat. Das Leben auf dieser Erde bleibt immer ein begrenztes Leben, ein Leben, das von so vielfältigen Krisen, Konflikten und Widerfahrnissen geprägt ist. Ein Leben, in dem wir uns so manches Mal wie in eine tiefdunkle Nacht hineingeworfen fühlen. Doch auch in diesem irdischen Leben dürfen wir auf Gottes Nähe vertrauen - nicht umsonst hat er seinen Sohn Jesus Christus in diese Welt gesandt und ihn Anteil nehmen lassen an all dem, was uns Menschen so umtreibt. Dabei blieb auch ihm das Leiden und schließlich der Tod nicht erspart. Aber das Leben Christi war mit dem Tod nicht vorbei - nein, der Tod war der Beginn eines neuen, eines ewigen, eines vollkommenen Lebens bei Gott. Der Tod ist nicht das Ende, kein grauer Herbsttag, keine dunkle Nacht, vor der wir uns fürchten müssten.

Hierzu kamen mir zwei Besuche auf dem Großheubacher Friedhof in der Woche vor Allerseelen in den Sinn, an welchen ich Sie gerne teilhaben lassen möchte. Als es mich zu Beginn der Woche das erste Mal auf den Friedhof verschlagen hat, bot sich mir ein sehr düsteres, trauriges und nicht sehr hoffnungbringendes Bild: Finsternis hüllte die Gräber ein. Kein Lichtschein war zu sehen. Doch als ich am Vorabend des Allerseelentages noch einmal dort war, blickte ich auf ein Meer von Kerzen. Und nach und nach kamen immer mehr Menschen und zündeten an den Gräbern Kerzen an. Die Dunkelheit - mit einem Mal schien sie wie vertrieben. Stattdessen erleuchteten unzählige Kerzen diesen eigentlich so düsteren Ort. 

Warum berichte ich Ihnen davon? Die Kerzen auf dem Friedhof erinnerten mich daran, dass es nicht zuletzt an uns selbst liegt, diese Welt, die gewiss weitab der Vollkommenheit ist und uns immer wieder vor schwierige, kräftezehrende und niederschmetternde Situationen stellen wird, mit unserem Licht - dem Licht des Glaubens zu erhellen und dadurch nicht nur unseres, sondern in diesen Tagen besonders auch die Leben unserer Mitmenschen zu erhellen. 

Die Flamme Gottes brennt in jedem von uns. Nehmen wir sie bewusst wahr, vertrauen wir darauf, dass er auch in den Dunkelheiten des Lebens ganz nah bei uns ist und dass all jene, die wir so schmerzlich vermissen, in seinem ewigen Licht geborgen sind - in einem zweiten Leben, einem Leben, das alles auf dieser Welt übersteigt. Und leben wir in der Zuversicht, dass Gottes Geist bereits in diesem irdischen Leben unter uns wirkt und uns auch durch finstere Zeiten begleitet.

Du lebst nicht einmal. Bei mir, Gott, lebst du weiter. Glauben wir daran. 

Ihr

Jakob Link 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

gibt es sie noch, die Freude? Besonders in der heutigen Zeit und Situation sind mehr Menschen denn je auf der Suche nach ihr, und nicht selten bleiben der erhoffte Erfolg dabei aus. Besorgniserregende Meldungen aus aller Welt fügen sich mit düsteren Zukunftsprognosen und den eigenen Nöten und Ängsten zu einem einengenden Geflecht, einer tiefen Finsternis zusammen, aus der es so einfach kein Entkommen zu geben scheint.

In dieses Stimmungsbild fügt sich die Komplet, das Nachtgebet der Kirche, sehr harmonisch ein - am Ende des Tages, nach Einbruch der Dunkelheit regt diese Gebetszeit dazu an, zurückzublicken auf das, was der vergangene Tag mit sich gebracht hat, auf all die Begegnungen, Erfahrungen und Eindrücke, die uns geprägt haben. Doch bei einer bloßen Reflexion soll es nicht bleiben, auch und ganz besonders zum Wechsel der Perspektive, zur Vorausschau in die Zukunft, in das Licht des neuen Tages bietet die Komplet Gelegenheit.

In der Großheubacher Pfarrkirche haben die Gottesdienstbesucher am vergangenen Samstag diesen Dualismus plastisch erleben können: Die Dunkelheit der Nacht durchbrachen der Schein der Kerzen und die stimmungsvolle Illumination des Altarraums, der von Effektbeleuchtung in eine meditative Lichtstimmung getaucht und damit gleichsam zum Symbol des Lichts in der Dunkelheit, der Freude wider aller Trübsal wurde. Genau das ist zugleich das Ziel des Gottesdienstprojekts „Stay&Pray“: Kirche im 21. Jahrhundert muss auf die Menschen zugehen und sie von dort abholen, wo sie gerade stehen, in einem Leben, das von zahlreichen Herausforderungen und einer permanenten Dynamik geprägt ist. Hier braucht es Offenheit für Neues und Bereitschaft für das Außergewöhnliche, um auch heute noch am Puls der Zeit zu bleiben. Eine alternative und individuelle Liturgie, aber auch verständliche und vor allem lebensnahe Schriftauslegungen und meditative Impulse anstelle komplexer theologischer Diskurse bieten dabei ein großes Potenzial.

So fanden die Gläubigen aus Großheubach und Umgebung in den Worten des Apostels Paulus, die er einst aus der Gefangenschaft heraus an die Gemeinde in Philippi gerichtet hat, und einer Szene aus dem Film „Into the Wild“ eine Antwort auf die Frage, ob es auch heute noch Grund zur Freude gebe: „Gott hat die Freude überall um uns angelegt. Sie steckt überall drin, in allen Dingen, die wir fähig sind zu erfahren. Die Menschen müssen nur ihre Sichtweise auf diese Dinge verändern!“.

Liebe Leserinnen und Leser: Wenn wir also Gott vertrauen, uns für die Begegnung mit ihm öffnen, unsere Perspektive im Wissen darum, von ihm getragen zu sein, zuversichtlich gen Zukunft ausrichten und unseren eigenen Weg gehen, dann dürfen wir spüren, dass Gott die Freude überall um uns angelegt hat - dass es manchmal auch die kleinen Dinge sind, an denen wir uns erfreuen können. Und: Dass wir auch dann, wenn wir traurig, besorgt oder verängstigt sind, darauf vertrauen können, dass Gott einen Plan für uns und unser Leben hat - und dieser Plan hat ein großes Ziel: Freude.

Dass auch Sie diese Freude in Ihrem Leben spüren mögen, wünscht Ihnen von Herzen

Ihr Jakob Link 

Liebe Pfarreimitglieder,

wir möchten Sie nachfolgend über unseren Umgang mit Ihren personenbezogenen Daten informieren. Für die Katholische Kirche in der Bundesrepublik Deutschland gelten gemäß § 91 EU-DSGVO nicht die Vorgaben der DSGVO, sondern diejenigen des Gesetzes über den Kirchlichen Datenschutz („KDG“).

Gemäß der Vorschriften des KDG (dort §§ 15, 16) sind wir verpflichtet, Sie über Art und Umfang der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu informieren. Im Folgenden wollen wir Ihnen daher einen Überblick zu den datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen geben und Sie in Kenntnis darüber setzen, wie die Daten unserer Gemeindemitglieder in Erfüllung der kirchlichen Aufgaben durch uns verarbeitet werden.

1. Verantwortlichkeiten

Wer ist für die Datenverarbeitung verantwortlich?

Wer ist der Datenschutzbeauftragte?

Verantwortlich im Sinne des Datenschutzrechts

ist die Kirchenstiftung Großheubach

die Kirchenstiftung Kleinheubach

die Kirchenstiftung Laudenbach

die Kirchenstiftung Rüdenau

vertreten durch den Kirchenverwaltungsvorstand Herrn Pfarrer

Dariusz Kowalski

Wir haben eine betriebliche Datenschutzbeauftragte für unsere Pfarrgemeinde benannt. Sie erreichen diese unter der folgenden Kontaktmöglichkeit:

Eva Maria Gregor

Bischöfliches Ordinariat Würzburg

Domerschulstraße 2

97070 Würzburg

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

2. Datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen

Das Erheben, Verarbeiten und Nutzen personenbezogener Daten ist in dem Gesetz über den Kirchlichen Datenschutz (im Folgenden „KDG“) und im Telemediengesetz (im Folgenden „TMG“) geregelt. Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich entweder direkt oder mithilfe weiterer Angaben, einer natürlichen Person zuordnen lassen. Es handelt sich folglich um Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten betroffenen Person.

Grundsätzlich gilt, dass personenbezogene Daten nur dann verarbeitet werden dürfen, wenn gesetzliche Vorschriften dies ausdrücklich zulassen oder die betroffene Person ihr Einverständnis dazu erteilt.

3. Verarbeitung von personenbezogenen Daten von Gemeindemitgliedern durch die Kirchenstiftung

 

3.1. Mitgliederverzeichnis (Matrikel)

Gemäß § 5 Abs. 3 der Anordnung über das Kirchliche Meldewesen sind katholische Kirchenstiftungen verpflichtet, ein Mitgliederverzeichnis zu führen. Zu diesem Zweck werden durch die staatlichen Meldebehörden in regelmäßigen Abständen gemäß § 42 Abs. 1 Bundesmeldegesetz folgende personenbezogene Daten übermittelt:

1. Familienname,

2. frühere Namen,

3. Vornamen unter Kennzeichnung des gebräuchlichen Vornamens,

4. Doktorgrad,

5. Ordensname, Künstlername,

6. Geburtsdatum und Geburtsort sowie bei Geburt im Ausland auch den Staat,

7. zum gesetzlichen Vertreter

a) Familienname, b) Vornamen, c) Doktorgrad, d) Anschrift, e) Geburtsdatum, f) Geschlecht, g) Sterbedatum sowie h) Auskunftssperren nach § 51 und bedingte Sperrvermerke nach § 52,

8. Geschlecht,

9. derzeitige Staatsangehörigkeiten,

10. rechtliche Zugehörigkeit zu der öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaft,

11. derzeitige Anschriften, gekennzeichnet nach Haupt- und Nebenwohnung, die letzte frühere Anschrift, bei Zuzug aus dem Ausland auch die letzte Anschrift im Inland, bei Wegzug in das Ausland auch die Zuzugsanschrift im Ausland und den Staat,

12. Einzugsdatum und Auszugsdatum,

13. Familienstand beschränkt auf die Angabe, ob verheiratet oder eine Lebenspartnerschaft führend oder nicht; zusätzlich bei Verheirateten oder Lebenspartnern: Datum, Ort und Staat der Eheschließung oder der Begründung der Lebenspartnerschaft,

14. Zahl der minderjährigen Kinder,

15. Auskunftssperren nach § 51 und bedingte Sperrvermerke nach § 52 sowie

16. Sterbedatum und Sterbeort sowie bei Versterben im Ausland auch den Staat.

Darüber hinaus werden folgende personenbezogene Daten von Familienangehörigen (Ehegatte oder Lebenspartner, minderjährige Kinder und die Eltern von minderjährigen Kindern, vgl. § 42 Abs. 3 BMG), die nicht derselben öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaft angehören, übermittelt:

1. Vor- und Familiennamen,

2. Geburtsdatum und Geburtsort,

3. Geschlecht,

4. Zugehörigkeit zu einer öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaft,

5. derzeitige Anschriften und letzte frühere Anschrift,

6. Auskunftssperren nach § 51 und bedingte Sperrvermerke nach § 52 sowie

7. Sterbedatum.

Diese Meldedaten werden in regelmäßigen Abständen aktualisiert und durch die kirchliche Stelle ausschließlich zur Erfüllung von kirchlichen Aufgaben (allgemeine Seelsorge, Pflege des Mitgliederverzeichnisses, Durchführung kirchlicher Amtshandlungen, Erhebung von Kirchensteuer in Form von Kirchgeld, ggf. Spendenaufrufe) verwendet.

Zudem werden die im Meldewesen gespeicherten Daten mit Angaben zu kirchlichen Amtshandlungen (Taufe, Erstkommunion, Firmung, Trauung) angereicht.

3.2. Datenverarbeitung zur Durchführung der Sakramenten

Wenn Sie sich oder Ihr Kind (sofern dieses noch nicht das 16. Lebensjahr erreicht hat) zur Spendung eines Sakraments (Taufe, Erstkommunion, Firmung, Hochzeit) anmelden, müssen Sie das jeweilige Anmeldeformular ausfüllen. Die dort erhobenen Daten werden zur Vorbereitung bzw. Durchführung der Sakramentenspendung gemäß § 6 Abs. 1 lit. f KDG im kirchlichen Interesse verarbeitet. Die Kirchenstiftung verarbeitet grundsätzlich nur die personenbezogenen Daten, die für den jeweiligen Zweck zwingend erforderlich sind oder für deren Verarbeitung ein kirchliches Interesse besteht. Weitere Daten werden nur auf freiwilliger Basis erhoben. Eine Weitergabe der Daten erfolgt nur in begründeten Ausnahmefällen. Nach Durchführung der kirchlichen Amtshandlung erfolgt ein Eintrag in das kirchliche Matrikelbuch.

Sofern Sie sich in unserer Kirchengemeinde trauen lassen wollen, müssen Sie zu diesem Zweck ebenfalls ein „Anmeldeformular“ ausfüllen. Die dort aufgeführten Daten werden ebenfalls gemäß § 6 Abs. 1 lit. f KDG verarbeitet, um die Trauung durchführen zu können. Nach der Hochzeit erfolgt zudem ein entsprechender Eintrag in die kirchlichen Matrikelbücher.

Eine Veröffentlichung Ihres Namens und Ihrer Anschrift erfolgt im Rahmen des Aufgebots im Schaukasten oder durch Verlesung im Gottesdienst. Sofern darüber hinaus z.B. das Datum Ihrer Hochzeit veröffentlicht werden soll, fragen wir Sie vorab nach Ihrer Zustimmung (vgl. § 6 Abs. 1 lit. b KDG).

Weitere Informationen finden Sie im Anhang zu diesem Dokument.

3.3. Spenden

Wir verarbeiten grundsätzlich nur die Daten, die zur Erfassung Ihrer Zuwendung erforderlich sind. Hierzu gehören lediglich Ihr Name, Ihre Anschrift (sind ggf. bereits im Mitgliederverzeichnis enthalten) sowie Höhe und Zeitpunkt der Zuwendung. Diese Angaben sind auch in der Bestätigung über die Geldzuwendung (Spendenquittung) enthalten, sofern Sie eine solche anfordern. Zudem erhalten wir bei Überweisung der Spende auf unser Konto Ihre Kontoverbindung. Rechtsgrundlage hierfür ist § 6 Abs. 1 lit. c KDG.

Darüber hinaus gehende Daten erheben wir nur, wenn Sie uns diese freiwillig mitteilen. Ihre personenbezogenen Daten nehmen wir außerdem ggf. in eine Spenderdatei auf. Eine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte findet nicht statt.

3.4. Messstipendien

Für Messintentionen, Messlegate und Stiftungen werden der Name des Spenders sowie des oder der Begünstigten erhoben. Darüber hinaus werden im Fall einer Überweisung Daten zu den Zahlungsvorgängen verarbeitet. Die betroffenen personenbezogenen Daten werden auf der Rechtsgrundlage des § 6 Abs. 1 lit. c KDG verarbeitet. Im Fall von Messstiftungen werden die genauen Informationen zur Genehmigung an die Kirchenverwaltung und das Bischöfliche Ordinariat als Stiftungsaufsichtsbehörde weitergeleitet. Im Übrigen erfolgt keine Weitergabe von personenbezogenen Daten an andere Stellen.

Sofern Sie eine Messintention bestellen, wird der Name des Begünstigten nur dann öffentlich genannt, wenn die betroffene Person bereits verstorben ist. Auch Ihr Name als Spender wird nur dann veröffentlicht, wenn Sie vorab Ihre Einwilligung diesbezüglich gemäß § 6 Abs. 1 lit. b KDG erteilt haben.

4. Dauer der Datenspeicherung

Wir speichern die Daten nur solange, wie dies für den jeweiligen Zweck erforderlich ist.

Soweit gesetzliche Aufbewahrungspflichten bestehen – z.B. im Kirchenrecht, im Steuerrecht oder nach unserer Archivordnung – werden die betreffenden personenbezogenen Daten für die Dauer der Aufbewahrungspflicht bzw. der in diesen Vorschriften vorgesehenen Zeiträume gespeichert. Nach Ablauf der Aufbewahrungspflicht wird geprüft, ob eine weitere Erforderlichkeit für die Verarbeitung vorliegt. Liegt eine Erforderlichkeit nicht mehr vor, werden die Daten gelöscht.

Selbstverständlich können Sie jederzeit (s.u.) Auskunft über die bei uns zu Ihrer Person gespeicherten Daten erhalten und im Falle einer nicht bestehenden Erforderlichkeit eine Löschung der Daten oder Einschränkung der Verarbeitung verlangen (siehe auch 6.).

5. Empfänger Ihrer Daten

Eine Weitergabe Ihrer personenbezogenen Daten an Dritte findet grundsätzlich nur statt, wenn dies für die Durchführung des Vorganges mit Ihnen erforderlich ist, die Weitergabe auf Basis einer Interessenabwägung i.S.d. § 6 Abs. 1 lit. g) KDG zulässig ist, wir rechtlich zu der Weitergabe verpflichtet sind oder Sie eine Einwilligung erteilt haben. Hinweise zu den jeweiligen Weitergaben finden Sie am Ende dieses Dokumentes in der Tabelle in Spalte „Übermittlung an“.

6. Ihre Rechte als „Betroffene/r“

  • Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob sie betreffende personenbezogene Daten verarbeitet werden; ist dies der Fall, so hat sie ein Recht auf Auskunft über diese personenbezogenen Daten und auf die in § 17 Gesetz über den Kirchlichen Datenschutz (in Folge „KDG“ abgekürzt) im einzelnen aufgeführten Informationen.
  • Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen unverzüglich die Berichtigung sie betreffender unrichtiger personenbezogener Daten und ggf. die Vervollständigung unvollständiger personenbezogener Daten zu verlangen (§ 18 KDG).
  • Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen zu verlangen, dass sie betreffende personenbezogene Daten unverzüglich gelöscht werden, sofern einer der in § 19 KDG im einzelnen aufgeführten Gründe zutrifft, z. B. wenn die Daten für die verfolgten Zwecke nicht mehr benötigt werden (Recht auf Löschung).
  • Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen die Einschränkung der Verarbeitung zu verlangen, wenn eine der in § 20 KDG aufgeführten Voraussetzungen gegeben ist, z. B. wenn die betroffene Person Widerspruch gegen die Verarbeitung eingelegt hat, für die Dauer der Prüfung durch den Verantwortlichen.
  • Die betroffene Person hat das Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung sie betreffender personenbezogener Daten Widerspruch einzulegen. Der Verantwortliche verarbeitet die personenbezogenen Daten dann nicht mehr, es sei denn, er kann zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die die Interessen, Rechte und Freiheiten der betroffenen Person überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen (§ 23 KDG).
  • Jede betroffene Person hat unbeschadet eines anderweitigen verwaltungsrechtlichen oder gerichtlichen Rechtsbehelfs das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, wenn die betroffene Person der Ansicht ist, dass die Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten gegen das KDG verstößt (§ 48 KDG). Die betroffene Person kann dieses Recht bei einer kirchlichen Aufsichtsbehörde in dem Mitgliedstaat ihres Aufenthaltsorts, ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes geltend machen. Die zuständige Aufsichtsbehörde für die Diözese Würzburg ist:

(Diözesan-)Datenschutzbeauftragter der Bayer. (Erz-)Diözesen
Herr Jupp Joachimski
Kapellenstraße 4
80333 München

Telefon:  089/2137-1796
Telefax:   089/2137-1585
E-Mail:    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sollten Sie darüber hinaus Fragen haben, steht Ihnen unsere betriebliche Datenschutzbeauftragte selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Übersicht der Verarbeitung von personenbezogenen Daten bei kirchlichen Amtshandlungen

 

Zweck

Rechtsgrundlage

Kategorien personenbezogener Daten

Quelle

Übermittlung an

Taufe

Erfüllung einer kirchenrechtlichen Verpflichtung (§ 6 Abs. 1 lit. a) KDG) lt. Can. 877 §1 CIC

Name, Geburtsdaten und Adressdaten des Täuflings und der Eltern bzw. des Vaters und der Mutter, Konfession der Eltern und der Paten, Name und Adressen der Paten

Eltern, Täufling bei Erwachsenentaufe, kommunale Meldedaten

Kommune, Diözese

Erstkommunion

Einwilligung (§ 6 Abs. 1 lit. b) KDG)

Name, Adressdaten, Geburtsdaten, Taufdaten, Schule und Schulklasse, Name, Adresse und Konfession der Eltern

Eltern

Diözese

Firmung

Erfüllung einer kirchenrechtlichen Verpflichtung (§ 6 Abs. 1 lit. a) KDG) lt. Can. 895 CIC

Name, Adressdaten, Geburtsdaten, Taufdaten, Schule und Schulklasse des Firmlings, Name, Adresse und Konfession der Eltern, Name, Konfession und Adresse des Firmpaten

Eltern, Firmling

Taufpfarrei, Diözese

Trauung

Erfüllung einer kirchenrechtlichen Verpflichtung (§ 6 Abs. 1 lit. a) KDG) lt. Can. 1121 + 1122 CIC

Name, Geburtsdaten, Taufdaten, Konfession und  bisherige Adresse der Brautleute; ggf. zukünftige Adresse, Name der Trauzeugen

Brautleute

Taufpfarreien, Wohnpfarramt, Diözese

Pfarramtliches Zeugnis

Einwilligung (§ 6 Abs. 1 lit. b) KDG)

Name, Adressdaten, Konfession und Geburtsdaten des Antragstellers

Kommunale und kirchliche Meldedaten

keine

Gratulationen zu Jubiläen

Wahrnehmung kirchlicher Aufgaben (§ 6 Abs. 1 lit f) KDG)

Name, Adressdaten, Geburtsdatum, Datum des Jubiläums

Kirchliche Meldedaten

keine

Übertritt, Wiedereintritt

Erfüllung einer kirchenrechtlichen Verpflichtung (§ 6 Abs. 1 lit. a) KDG) lt. Can. 112 § 3  CIC

Name, Adressdaten, Austrittsdaten, Konfession, Taufdaten,

Antragsteller

Kommune, Diözese

Kirchenaustritt

Wahrnehmung kirchlicher Interessen und Aufgaben (§ 6 Abs. 1 lit. f) KDG)

Name, Adressdaten, Geburtsdatum und -ort, Taufdatum, Austrittdatum

Kommunale Meldedaten, Matrikelamt Diözese Würzburg

Taufpfarrei, Wohnpfarramt

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Fragen rund um den Datenschutz zur Verfügung. Melden Sie sich dann einfach bei unserer Verwaltungsleitung oder im Pfarrbüro.

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